Trauerbegleitung – vielfältige Angebote des Johannes-Hospiz
dein-ms.de │ 30.10.2023

Die Trauerbegleitung, das heißt: über den Tod hinaus für die Angehörigen von Verstorbenen da zu sein, stellt eine wichtige Säule der Arbeit des Johannes-Hospizes dar.
Was viele Außenstehende nicht wissen: die Angebote der Trauerbegleitung werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Träger und Förderer der Trauerarbeit ist neben dem Johannes-Hospiz insbesondere der Verein der Freunde und Förderer für die Hospizarbeit e.V. Mitglieder des Vereins trafen sich jetzt, um sich über die Schwerpunkte der Trauerbegleitung im kommenden Jahr auszutauschen.
Die vielfältigen Angebote richten sich an Menschen, die nach dem Verlust eines ihnen nahestehenden Menschen Unterstützung benötigen. Die Begleitung soll helfen, mit der neuen Lebenssituation zurecht zu kommen. Dazu Achim Wasserfuhr, Leiter der Trauerarbeit am Johannes-Hospiz: „In der Trauerbegleitung entwickeln wir individuelle Wege, der eigenen Trauer einen angemessenen Platz im Leben zu geben.“
Trauerbegleitung – auch junge Erwachsene im Fokus
Schwerpunkt des Angebotes ist neben der Trauereinzelbegleitung die Begleitung in Gruppen. Die Treffen werden von zwei ausgebildeten Trauerbegleitern moderiert. Jedes Treffen steht unter einer bestimmten Fragestellung, die helfen soll, mit der erlebten Trauer umzugehen und diese in den Alltag zu integrieren. Inzwischen gibt es eine weitere Trauergruppe mit speziellem Fokus: für junge Erwachsene zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. Diese wird von Hildegard Pröbsting begleitet. Ihre Erfahrung: „Gerade junge Menschen sind für dieses Angebot sehr dankbar, da der Tod in ihrem Altersumfeld so gar nicht präsent ist.“
Darüber hinaus gehört das Trauercafé seit vielen Jahren zum Angebot des Johannes-Hospizes. Hier haben trauernde Menschen die Möglichkeit, sich in einer offenen, angenehmen Atmosphäre mit anderen Hinterbliebenen über das Erleben ihrer Verlustsituation auszutauschen.
Ein Angebot in der Natur sind jahreszeitliche Trauerwanderungen. Sie sollen Begegnungen möglich machen zwischen Menschen, die auf der Suche nach Halt und neuen Lebensperspektiven sind. Wandern, sich austauschen und die Natur als Kraftquelle erleben.
Achim Wasserfuhr: „Die Resonanz auf all diese Angebote ist ausgesprochen gut. Die Menschen sind sehr dankbar für die Begleitung und Unterstützung.“
Grabstätte des Johannes-Hospiz auf dem Zentralfriedhof Münster
Ein besonderes Projekt wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt: die Grabstätte des Johannes-Hospiz für Menschen, die im Hospiz verstorben sind, aber entweder mittellos sind oder keine beerdigungspflichtigen Angehörigen haben. Achim Wasserfuhr zu diesem Projekt: „Immer wieder erleben wir, dass auch diese Menschen sich intensiv Gedanken machen, was nach ihrem Tod mit ihnen geschehen wird. Ihnen ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht anonym bestattet werden, sondern dass es einen Ort gibt, ‚der ihren Namen trägt‘. Daher war mir dieses Projekt schon lange eine Herzenzangelegenheit.“ Alle Restaurierungsarbeiten und Anschaffungen für diese Grabstätte auf dem Zentralfriedhof wurden ausschließlich über Spenden finanziert. Ebenso werden die Bestattungen mittelloser Menschen über Spenden finanziert.
Achim Wasserfuhr zur Perspektive für 2024: „Auch im kommenden Jahr möchten wir diese Angebote der Trauerbegleitung weiterhin aufrechterhalten und bei Bedarf ausbauen. Dazu ist der Verein der Freunde und Förderer für die Hospizarbeit, der unsere Arbeit maßgeblich fördert, jedoch auf Spenden angewiesen. Der Verein ist daher dankbar für jede Unterstützung.“
Wer den Verein unterstützen möchte:
Verein der Freunde und Förderer für die Hospizarbeit e.V.
Darlehnskasse Münster
IBAN: DE60 4006 0265 0017 9768 00
Stichwort: „Spende Trauerarbeit“
Fotos:
(oben) – Grabstätte des Johannes-Hospiz auf dem Zentralfriedhof in Münster – ein Angebot für Menschen, die mittellos sind oder keine beerdigungspflichtigen Angehörigen haben
(Mitte) - Tauschten sich jetzt zu den Schwerpunkten der Trauerbegleitung am Johannes-Hospiz in 2024 aus: (v.l.) Achim Wasserfuhr (Leiter der Trauerarbeit am Johannes-Hospiz), Hildegard Pröbsting (Trauerbegleiterin), Dr. Nils Brüggemann (Vorsitzender der Gesellschafter-Versammlung des Johannes-Hospiz) und Ludger Prinz (Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer für die Hospizarbeit e.V.)
Zum Bericht auf "Dein Münster": hier
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